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Berühmte Marzer


Ambrosius SALZER (1476-1568)

Ambrosius Salzer wurde im Jahr 1476 in Marz geboren. Er kam nach Ödenburg und genoss dort den ersten Unterricht. 1499 wurde er an der Alma Mater Rudolfina in Wien eingeschrieben (immatrikuliert). 1528 wurde er Mitglied des Domkapitels zu St. Stephan in Wien.
Ambrosius Salzer war auch einer der Ratgeber des römischen Königs Ferdinand I., der ihn für die vielen Dienste in den Ritterstand erhob.
Von seiner Tätigkeit an der Universität ist bekannt, dass er 1515 und 1520 die Geschäfte des Dekans der philosophischen Fakultät versah und nicht weniger als siebenmal Dekan an der theologischen Fakultät war. Viermal übernahm Salzer das höchste Amt, das die Universität zu vergeben hat, das Rektorat.
Salzers Tätigkeit an der Wiener Universität fiel in jene Zeit, in der sich in Wien die Lehren Luthers ausbreiteten; doch er blieb ein treuer Sohn, eine „feste Säule“ der katholischen Kirche. Seine Vorlesungen besuchten neben den Studenten auch kaiserliche Ratgeber und viele Pfarrer aus den Dörfern der Umgebung von Wien.
Der Prieser und Mensch Ambrosius Salzer wurde von den Zeitgenossen als sehr umfassend gebildeter Mann bezeichnet. Von seinen Kollegen wegen seiner Umgänglichkeit allgemein geliebt, von den Armen wegen seines Wohltätigkeitssinnes und seiner Freigebigkeit dankba verehrt, starb Magister Ambrosius Salzer am 11. Juni 1568 im 92. Lebensjahr.
Seine Heimatgemeinde Marz ehrte ihre größten Sohn, indem sie den Platz vor der Kirche Ambrosius Salzer-Platz nannte.

Eduard Suess

Eduard SUESS (1831 - 1914)

Eduard Suess ist Wahl-Marzer, denn er wurde am 30. August 1831 in London geboren. 1852 lernte er seine spätere Frau, Hermine Strauß, die Tochter des aus Marz stammenden Dr. Franz Strauß, kenen und kam durch sie nach Marz. Durch viele Jahre spielte Eduard Suess eine bedeutende Rolle im politischen Leben Österreichs: 1863 bis 1873 war er Gemeinderat der Stadt Wien, später Mitglied des niederösterreichischen Landtages und von 1873 bis 1891 Reichstagsabgeordneter.
Als Wissenschafter - Hochschulprofessor und Präsident der Akademie der Wissenschaften in Wien - trat er mit zahlreichen geologischen Arbeiten an die Öffentlichkeit. Sein mehrbändiges Hauptwerk, von 1885 bis 1909 verfasst, ist das Buch "Das Antlitz der Erde". Eduard Suess ist ferner der Erbauer der ersten Wiener Hochquellenwasserleitung; am 24. Oktober 1873 startete er in Anwesenheit des Kaisers die Wasserleitung. Ein Denkmal nächst dem Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz in Wien erinnert an ihn. Am 26. Apirl 1914 starb Eduard Suess in Wien und wurde seinem letzten Willen gemäß auf dem Friedhof in Marz begraben.

Baumeisterwappen

Zacharias GUNDIAN (unbek.-1702)

Zacharias Gundian wurde in Marz geboren, war „Fürstlicher Baumeister“ bei Nikolaus Esterhazy und starb am 12. Jänner 1702 in Wr. Neustadt.
Nach der Zerstörung der Marzer Kirche durch die Türken 1683 baute er auf eigene Kosten, unter Verwendung der gotischen Mauern, die Kirche und den Turm wieder auf. Den Turm ließ er auf 50 m erhöhen. Zwei Inschriften - auf dem Turm und in der Kirche - nennen ihn als edlen und noblen Herrn und als wahren Freund und Wohltäter des schönen Gotteshauses.
Die Kanzel (1690) und der ehemalige Pestaltar (seit 1926 an dieser Stelle der Josefsaltar) von 1696 mit den Heiligen Rochus und Sebastian sind Geschenke an seine Heimatkirche. Nach der Überlieferung soll Zacharias Gundian im Haus Hauptstraße 61 gewohnt haben.